Hilfebedarf und Zukunftsperspektive

Sozialpädagogisches Clearing in ambulanter Form als Eingangsmodul für Tagesgruppen:

Das Sozialpädagogische Clearing schließt eine Lücke in der bisherigen Angebotspalette der Jugendhilfe und stellt eine sinnvolle Ergänzung der etablierten ambulanten, teilstationären und stationären Hilfeangebote dar. Die Maßnahme kann mit den Leistungsarten §§ 27ff i.V.m. 31 sowie 32, 34, 41 und 42 SGB VIII eingesetzt werden.

 
 

Zielgruppe

Das Sozialpädagogische Clearing richtet sich an Familien,

  • deren Familienmitglieder sich in einer Überforderungssituation befinden, in der die eigenen Möglichkeiten
    ausgeschöpft sind, um Probleme lösungsorientiert angehen und Perspektiven für die nähere Zukunft entwickeln zu können
  • in denen ein Hilfebedarf gesehen wird, jedoch seitens der Familie oder des Jugendamtes Unklarheit über die Form der Hilfe besteht
  • deren Ansichten über Form, Art oder Ausmaß der zu installierenden Hilfe sich möglicherweise von denen des Jugendamtes unterscheiden
  • zur Klärung der Inhalte und Themen der Elternarbeit in der Tagesgruppe (Eingangsmodul Familie) und zur weiteren Ausgestaltung der Hilfe
 
 

Ziele

Ziel des Sozialpädagogischen Clearings in seinen unterschiedlichen Differenzierungen ist es,

  • Handlungssicherheit zu gewinnen, indem der Hilfebedarf besser und genauer erkundet wird
  • zu erfassen, welche Rahmenbedingungen sich im Hinblick auf die Wirkungsorientierung als hilfreich im Hilfeprozess gestalten
  • dass Hilfeverläufe erfolgreicher gestaltet werden und eine geeignete, notwendige Hilfeform gefunden werden kann
  • zur systematischen Erkenntnisgewinnung über Lebensumstände, Entwicklungspotentiale, Ressourcen und bestehende Netzwerke beizutragen
  • eine Einschätzung von Gefährdungssituationen vornehmen zu können und eine auf den Ergebnissen
    aufbauende Strukturierung der Hilfe anzuregen
  • eine zielgenaue Zukunftsperspektive zu erarbeiten
  • die Erkenntnisse in unterschiedlichen Besprechungsebenen als Basis für die Formulierung realisierbarer Vorschläge für geeignete Hilfen zusammenzuführen (Handlungs- und Interventionsideen)
 
 

Arbeitsweise

Auf der Grundlage der personalen und fachlichen Qualifikation verfügen die MitarbeiterInnen im Sozialpädagogischen Clearing durch unser Kriseninterventionsprogramm über ein umfangreiches Methodenrepertoire. Dies ist zur systematischen Informationssammlung, zur Rekonstruktion biographischer Strategien, sowie zur Analyse der Dynamiken innerhalb der Familie hilfreich. Dabei können Muster erkannt und Ressourcen ermittelt werden.

Unter Einbeziehung aller innerhalb der Familie tätigen, relevanten Personen und Fachdienste wird an der Klärung des Auftrages mittels eines ausgewählten methodischen Instrumentariums gearbeitet. Dies vollzieht sich unter dem Aspekt der ressourcenorientierten Betrachtung des sozialen Gefüges und des Umfeldes.

Das Ambulante Clearing umfasst in der Regel einen Zeitraum von 3 Monaten, dem ein Gesamtumfang von ca. 80-100 Fachleistungsstunden (FLS) zugrunde gelegt wird. Nach Bedarf können auch mehr FLS vereinbart werden.

Ihre Ansprechpartner

Regionalleitung Bergstraße
Daniel Bialon
Mobil: 0151-11 80 45 38
E-Mail: daniel.bialon@nrd-orbishoehe.de


Regionalleitung Odenwald
Matthias Kohrt
Mobil: 0151-52 90 32 05
E-Mail: matthias.kohrt@nrd-orbishoehe.de


Regionalleitung Darmstadt-Dieburg
Gabriele Hussong
Mobil: 0173-30 37 227
E-Mail: gabriele.hussong@nrd-orbishoehe.de


Regionalleitung Groß-Gerau
Martina Tonollo
Mobil: 0175-57 14 824
E-Mail: martina.tonollo@nrd-orbishoehe.de

Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie

© NRD Orbishöhe GmbH
Auf der Heide 7  -  64673 Zwingenberg  -  Tel.: (06251) 9334-0  -  Fax: (06251) 9334-30  -  E-Mail: info@nrd-orbishoehe.de
Mitglied in der Diakonie Hessen